Igor Panarin: „Gott verbietet morgen den Krieg, aber unsere Armee ist dafür bereit“

Ein bekann­ter poli­ti­scher Ana­ly­ti­ker dar­über, wie Putin ein „Otvet­ku“ für den Thron des byzan­ti­ni­schen Kai­sers und was hin­ter den „gel­ben Wes­ten“ in Frank­reich steckt, geschickt wur­de

BUSINESS Online

Eng­land desta­bi­li­siert die Welt, um die Umset­zung des chi­ne­si­schen Pro­jekts „One Belt – One Way“ zu stö­ren, das die Märk­te der VR Chi­na, der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und Euro­pas ver­ei­nen will, sag­te Igor Pana­rin, Pro­fes­sor und Lei­ter des Info­S­pec­naz-Ver­ban­des. Die Tat­sa­che, dass der Prä­si­dent von Fran­ce Macron mit den Masons und den Roth­schilds ver­bun­den ist, war­um Putin nie­mand außer Metro­po­li­tan Tik­hon Shev­ku­n­ov hat, und ob Russ­land ler­nen kann, nicht gegen die Bri­ten zu ver­lie­ren, erklär­te Pana­rin in einem Inter­view mit BUSINESS Online.

Igor Pana­rin glaubt, dass Eng­land die Welt desta­bi­li­siert, um die Umset­zung des chi­ne­si­schen Pro­jekts „One Belt – One Way“ zu stö­ren, das die Märk­te der VR Chi­na, der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und Euro­pas ver­ei­nen will.

 National orientierte französische Hauptstadt verwandelte sich in gelbe Westen“

- Igor Niko­lay­e­vich, einer der Höhe­punk­te des Jah­res 2018 war die Revo­lu­ti­on der „gel­ben Wes­ten“ in Frank­reich. Eini­ge spra­chen sogar über den Nie­der­gang der Fünf­ten Repu­blik und den Beginn der Sechs­ten.Wer ist Ihrer Mei­nung nach das Haupt­ziel die­ser Revo­lu­ti­on und wel­che Kräf­te ste­hen dahin­ter? Haben die fran­zö­si­schen Pro­tes­te „äuße­re Grün­de“, wie sie in Euro­pa sagen, die USA oder Russ­land dafür ver­ant­wort­lich machen?

- Ich den­ke, dass die Grün­de für die fran­zö­si­schen Pro­tes­te meis­tens intern sind. In Frank­reich hat sich eine Spal­tung längst gebil­det. Erin­nern wir uns an den berühm­ten Roman „Die Moschee von Not­re Dame“ von Ele­na Chu­di­no­va, der eini­ge der Sze­na­ri­en model­lier­te, die spä­ter im Fan­ta­sy-Gen­re ver­wirk­licht wur­den ( der Roman fin­det im Jahr 2048 statt, als Euro­pa laut Anga­ben des Autors voll­stän­dig von mus­li­mi­schen Migran­ten erobert wird – Ed. ). In der Tat hat der Zustrom von Flücht­lin­gen aus Nord­afri­ka und dem Nahen Osten, von Afri­ka­nern und Ara­bern, die die Alte Welt bela­gern, schreck­li­che Aus­ma­ße ange­nom­men. Es war offen­sicht­lich vor acht oder zehn Jah­ren – ich erin­ne­re mich an mei­nen Ein­druck von der „Far­be“ Paris, als das Pro­blem der Migra­ti­on von Migran­ten nach Euro­pa nicht so akut schien.

Lan­ge Zeit hat­ten die „gel­ben Wes­ten“ kei­ne spe­zi­fi­schen Anfor­de­run­gen for­mu­liert, obwohl jedem klar war, dass der blo­ße Anstieg der Ben­zin­prei­se kaum zu solch gro­ßen Unru­hen füh­ren konn­te. Schließ­lich tauch­ten 25 For­de­run­gen auf, die Pro­tes­tan­ten an ihre Regie­rung stell­ten. Was sehen wir? Ja, es gibt vie­le wirt­schaft­li­che Anfor­de­run­gen in Bezug auf Gehäl­ter, Ren­ten und Steu­ern – bis hin zur Auf­for­de­rung, Radar­ge­rä­te als „ver­schlei­er­te Steu­er“ von den Stra­ßen zu ent­fer­nen. Aber es gibt lau­te poli­ti­sche For­de­run­gen – zum Bei­spiel den Aus­tritt Frank­reichs aus der EU und der NATO. Und es hilft uns, die Revo­lu­ti­on von 2018 zu ver­ste­hen und in den all­ge­mei­nen Kon­text der fran­zö­si­schen Geschich­te zu inte­grie­ren.

Erin­nern wir uns dar­an, dass die Unru­hen von 1968 (der soge­nann­te „Rote Mai“ ) in Frank­reich eine Reak­ti­on auf die Hand­lun­gen des dama­li­gen Prä­si­den­ten Charles de Gaul­le waren. Übri­gens hat die Sowjet­uni­on sie nicht unter­stützt, und das ist, wie ich glau­be, völ­lig falsch. Es war einer der stra­te­gi­schen Feh­ler der UdSSR – wenn dies nicht der Fall gewe­sen wäre, hät­te die Geschich­te anders ver­lau­fen kön­nen. Und in der Mit­te der 1960er Jah­re ver­lang­te de Gaul­le die Rück­ga­be von Gold an die Ver­ei­nig­ten Staa­ten im Rah­men des Mar­shall-Plans im Aus­tausch für die­se „grü­nen Süßig­kei­ten­ver­pa­ckun­gen“, wie er Dol­lar nann­te. Tat­säch­lich schlug der fran­zö­si­sche Prä­si­dent vor, auf die Ver­wen­dung des Dol­lars bei inter­na­tio­na­len Zah­lun­gen zu ver­zich­ten und erneut zum Gold­stan­dard zurück­zu­keh­ren.„Gold ändert nichts an sei­ner Natur: Es kann sich in Bar­ren, Bar­ren, Mün­zen befin­den. Es hat kei­ne Natio­na­li­tät, es ist längst von der gan­zen Welt als kon­stan­ter Wert akzep­tiert wor­den “, erklär­te de Gaul­le. Damit hat er tat­säch­lich das Bret­ton-Woods-Sys­tem 1971–1973 zum ers­ten Zusam­men­bruch gebracht.

Aber es gab einen wei­te­ren Schlag, den der fran­zö­si­sche Füh­rer nach dem Zwei­ten Welt­krieg in Ame­ri­ka getrof­fen hat­te. Nur weni­ge Leu­te erin­nern sich heu­te dar­an, dass sich das Haupt­quar­tier der NATO zuvor nicht in Brüs­sel, son­dern in Paris befand. Als ich in Paris war, schau­te ich auf die­ses Gebäu­de (bekannt als Chail­lot Palace, erbaut 1937) – nicht weit von der rus­si­schen Bot­schaft ent­fernt. Charles de Gaul­le bestand jedoch dar­auf, dass 1967 das Haupt­quar­tier der Nord­at­lan­ti­schen Alli­anz von Chail­lot nach Brüs­sel ver­legt wur­de. Dies deu­te­te dar­auf hin, dass der fran­zö­si­sche Prä­si­dent einen natio­nal aus­ge­rich­te­ten Kurs begon­nen hat­te. Die Ereig­nis­se des Jah­res 1968 mit ihrer äuße­ren Hül­le des „Stu­den­ten­auf­stands“ rich­te­ten sich daher per­sön­lich gegen de Gaul­le und gegen den unab­hän­gi­gen Kurs Frank­reichs.

Was ist jetzt los? Mein Stand­punkt zu moder­nen fran­zö­si­schen Ereig­nis­sen (wenn auch nicht genü­gend Infor­ma­tio­nen) ist, dass sie den Unru­hen des 68. Jah­res dia­me­tral ent­ge­gen­ste­hen. Ent­ge­gen­ge­setzt aus der Sicht des Vek­tors: Dies ist ein Ver­such, zu de Gaul­le und der natio­na­len Sou­ve­rä­ni­tät, dem Natio­nal­staat, zurück­zu­keh­ren, um den äuße­ren Rah­men der EU und der NATO zu ver­las­sen, die wie­der­um von den Angel­sach­sen regiert wer­den. Dar­über hin­aus gab es Infor­ma­tio­nen, dass unter den „gel­ben Wes­ten“ die Nach­fra­ge nach Trump wächst. Zu die­sem The­ma schrieb Donald Trump selbst mit einer gewis­sen Nai­vi­tät in sei­nem Twit­ter: „Sie sin­gen:“ Wir brau­chen Trump! „Ich lie­be Frank­reich. Sie wol­len mich! “Aber der Punkt liegt wahr­schein­lich nicht bei Trump selbst, son­dern bei den Model­len und Sym­bo­len, die ihm zuge­ord­net sind.

Sie sagen über die außer­ge­wöhn­li­che Orga­ni­sa­ti­on von „gel­ben Wes­ten“. Natür­lich wür­de ich hier einen orga­ni­sa­to­ri­schen Fak­tor nicht aus­schlie­ßen, son­dern inner­halb des Fran­zö­si­schen. Ich möch­te Sie dar­an erin­nern, dass Emma­nu­el Macron im Jahr 2017 fast aus dem Nichts zur Prä­si­dent­schaft kam und auf sei­ne Rol­le völ­lig unvor­be­rei­tet war. Dies ist ein voll­stän­dig bri­ti­scher Pro­te­gé, ein Schütz­ling der Lon­do­ner Ban­kiers, der zur exter­nen Kon­trol­le und zum Ste­hen­blei­ben Frank­reichs bestimmt ist. Und er erfüllt die­se Mis­si­on, ohne sich per­sön­lich zu ver­tre­ten. Vor etwa zwei Jah­ren ( im Juni 2016 – Hrsg. ) Besuch­te Macron offen ein Tref­fen der berühm­ten Frei­mau­rer­or­ga­ni­sa­ti­on „Gro­ßer Osten Frank­reichs“. Dies fand im Tem­pel von Arthur Grou­se (ehe­ma­li­ger Groß­meis­ter des „Gro­ßen Ost­frank­reichs“ – ca. Ed.) Statt. in der Cade Stra­ße in Paris. Macron befand sich damals noch im Minis­te­ri­um für Wirt­schaft und Finan­zen und berich­te­te vor den Frei­mau­rer­brü­dern über das The­ma „Ist Glo­ba­li­sie­rung gleich­be­deu­tend mit Fort­schritt?“. Ich habe übri­gens die­se wun­der­vol­le Vil­la in der Kade Street gese­hen – wun­der­schö­nes Gefol­ge … Aber was sagt die­se Ver­bin­dung zwi­schen Macron und den Masons und den Bri­ten aus?Die Tat­sa­che, dass er abso­lut abhän­gig ist. Hin­zu kommt sein mora­li­scher Cha­rak­ter, sei­ne Ver­bin­dung zu sei­nem eige­nen Leib­wäch­ter ara­bi­scher Her­kunft, aller­lei Skan­da­le … All dies macht den der­zei­ti­gen Besit­zer des Ely­si­an Palace zu einer Ableh­nung unter der Mehr­heit der fran­zö­si­schen Bevöl­ke­rung. Ja, mit Hil­fe bestimm­ter tech­no­lo­gi­scher Ket­ten wur­de ihm gehol­fen, an die Macht zu kom­men, aber das Gefühl der Ableh­nung gegen­über die­sem Mann wächst vor dem Hin­ter­grund sei­ner ver­welk­ten Frau, vor sei­nen Tricks mit Leib­wäch­tern, vor dem Hin­ter­grund der Orgi­en im Ely­sée-Palast, die die Men­schen sehen, und vor dem Hin­ter­grund ver­schie­de­ner nicht-tra­di­tio­nel­ler Strö­mun­gen, die unter Macron eine schnel­le Ent­wick­lung erfah­ren haben. Gleich­zei­tig ver­schlech­ter­te sich der Lebens­stan­dard der Fran­zo­sen stark und der Kampf der natio­nal ori­en­tier­ten fran­zö­si­schen Haupt­stadt mit den Roth­schilds, vor allem mit den Lon­do­ner Ban­kiers, begann. Dies äußer­te sich, wie ich es sehe, in der Bewe­gung der „gel­ben Wes­ten“. Dies ist nicht nur Stra­ßen­lärm, son­dern der Kampf des natio­na­len Kapi­tals mit inter­na­tio­na­lem, haupt­säch­lich bri­ti­schem, Kapi­tal. Und es ist kein Zufall, dass die Fran­zo­sen über Trump spre­chen – sie haben ihren eige­nen, fran­zö­si­schen Trump noch nicht. Mari­ne Le Pen auf die­se Rol­le zieht nicht …

- Ich woll­te nur danach fra­gen. Es ist bekannt, dass Mari­ne Le Pen die Bewe­gung der „gel­ben Wes­ten“ unter­stützt, obwohl ihre Stim­me bei den Pro­tes­ten, die Frank­reich prü­geln, bis­her nicht gehört wur­de.

- Sie hat sich mei­ner Mei­nung nach dis­kre­di­tiert. Das heißt, sie ist ein­deu­tig nicht Trump, obwohl sie sag­ten, als sie in der zwei­ten Run­de der Prä­si­dent­schafts­wah­len einen har­ten Kampf zwi­schen ihr und Macron hat­te, sie sah aus wie er.Und Jean-Luc Mélen­chon (Stell­ver­tre­ter der fran­zö­si­schen Natio­nal­ver­samm­lung, Platz 4 bei den Prä­si­dent­schafts­wah­len von 2017) ist im All­ge­mei­nen auch nicht Trump. Viel­leicht wäre Macron schon vor lan­ger Zeit nach Eng­land geflüch­tet, aber die „gel­ben Wes­ten“ haben kei­nen wür­di­gen Poli­ti­ker, es gibt kei­nen fran­zö­si­schen Trump. Die Unzu­frie­den­heit der Bevöl­ke­rung ist groß, aber der Ener­gie­sek­tor kann nicht die Form einer poli­ti­schen Per­sön­lich­keit anneh­men, die Macron nach den Pro­tes­ten hät­te erset­zen kön­nen. Viel­leicht wird eine sol­che Per­son erschei­nen. Ich schlie­ße nicht aus, dass er vor­erst geschützt ist – nicht nur vor Bar­ri­ka­den­schlach­ten, son­dern auch vor mög­li­chen Dis­kre­di­tie­run­gen. Ich bin kein Ken­ner Frank­reichs, und ich kann es nicht voll­stän­dig ein­schät­zen, aber bis jetzt ist eine sol­che Figur nicht an der Ober­flä­che erschie­nen.

In der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit hat­ten die Fran­zo­sen eine sol­che Zahl – dies ist der ehe­ma­li­ge Geschäfts­füh­rer des IWF, Domi­ni­que Strauss-Kahn. Er war eine wirk­lich star­ke domi­nan­te poli­ti­sche Per­sön­lich­keit, aber es wur­de eine Pro­vo­ka­ti­on gegen ihn orga­ni­siert, die angeb­lich mit der Beläs­ti­gung der Afri­ka­ne­rin in Ver­bin­dung gebracht wur­de und ihn aus dem poli­ti­schen Bereich riss. Wir erin­nern uns gut an die­se Geschich­te, die mit nichts ende­te: Die Frau gab zu, dass sie gelo­gen hat­te. Strauss-Kahn hat­te als Poli­ti­ker jedoch bereits ein Kreuz auf­ge­legt. Er wur­de prä­ven­tiv „ent­fernt“.

 Gel­be Wes­ten“ sind klu­ge Ker­le: Wenn sie sich an die­se Lek­ti­on erin­nern, wis­sen sie, dass es unmög­lich ist, vor jeder Zeit eine star­ke Zahl zu zei­gen, die jeder sehen kann. Das Scharf­schüt­zen­ge­setz wird sofort funk­tio­nie­ren: Ent­we­der die NATO oder die Bri­ten wer­den ver­su­chen, den neu­en Füh­rer zu dif­fa­mie­ren. Macron ist immer noch der Prä­si­dent Frank­reichs, und es ist nicht bekannt, wann er davon­lau­fen wird und ob er über­haupt davon­lau­fen wird. Um Pro­vo­ka­tio­nen und Streiks auf eine star­ke Figur zu ver­mei­den, ist es mög­lich, dass sie sie nicht ein­fach in die ers­te Zei­le brin­gen, son­dern war­ten, bis das Pen­del der Fünf­ten Repu­blik zur Sechs­ten schwingt. Und dann wird der „French Trump“ erschei­nen, aber objek­tiv besteht natür­lich kein Bedarf im „French Trump“, son­dern im moder­nen de Gaul­le.Für Russ­land wäre es groß­ar­tig, wenn ein neu­er de Gaul­le an der Spit­ze Frank­reichs ste­hen wür­de, der auf die her­vor­ra­gen­den Bezie­hun­gen zwi­schen Paris und Mos­kau abzielt. Dies wäre der bes­te Aus­weg aus dem Cha­os, in das die fran­zö­si­sche Gesell­schaft gestürzt ist. Ich schlie­ße nicht aus, dass die „gel­ben Wes­ten“ zusam­men mit der neu­en Ver­si­on von de Gaul­le eine Art „Hin­ter­halt-Regi­ment“ haben. Manch­mal nen­nen sie eini­ge fran­zö­si­sche Olig­ar­chen, sie oder nicht – ich weiß es nicht. Ich bin jedoch über­zeugt, dass sich die natio­nal ori­en­tier­te fran­zö­si­sche Haupt­stadt dies­mal in „gel­be Wes­ten“ ver­wan­delt hat.

"Lange Zeit haben die" gelben Westen "keine spezifischen Anforderungen formuliert, obwohl jedem klar war, dass der bloße Anstieg der Benzinpreise kaum zu so großen Unruhen führen kann." Foto: © Irina Kalashnikova, RIA NovostiÜbri­gens, als Macro in Argen­ti­ni­en am Flug­ha­fen ( wäh­rend des G20- Gip­fels -ca. Ed. ) Nur von Flug­ha­fen­ar­bei­tern in „gel­ben Wes­ten“ getrof­fen wur­de, war es mei­ner Mei­nung nach kein Zufall. In Russ­land ken­nen und ver­ste­hen nur weni­ge Men­schen die Beson­der­hei­ten Argen­ti­ni­ens.Jeder denkt, dass dies eine Art spa­ni­sches Land ist, aber das stimmt nicht ganz. Ich war schon mehr­mals dort und habe dafür gesorgt, dass die Ita­lie­ner und die Fran­zo­sen in Argen­ti­ni­en gleich­be­rech­tigt sind und die Spa­ni­er nur an drit­ter Stel­le ste­hen. Und es gibt vie­le ehe­ma­li­ge Fran­zo­sen, die eth­nisch sind, und nicht nur die Tat­sa­che der Staats­bür­ger­schaft. Daher schlie­ße ich nicht aus, dass Macrons Ein­sam­keit am Flug­ha­fen von Bue­nos Aires und sei­ne ers­te Begeg­nung mit „gel­ben Wes­ten“ Teil eines bestimm­ten trans­at­lan­ti­schen Spiels sein kön­nen.

- Aber wird Frank­reich die Mög­lich­keit gege­ben, sich von den Vor­ga­ben der NATO und Ame­ri­kas zu befrei­en?Sie ist im Wesent­li­chen allein auf dem euro­päi­schen Kon­ti­nent.

Ich habe Ihnen von dem opti­mis­ti­schen Sze­na­rio erzählt.“ Aber es gibt kaum ech­te Chan­cen – schließ­lich hat­te Nico­las Sar­ko­zy das Prin­zip von De Gaul­le ver­letzt und Frank­reich in die mili­tä­ri­sche Orga­ni­sa­ti­on gebracht. Natür­lich ist das Land auf allen Sei­ten nicht voll­kom­men unab­hän­gig. Aber wir sehen, dass in Bel­gi­en „gel­be Wes­ten“ auf­ge­taucht sind. Ob die­se Wel­le anhält, ist eine gro­ße Fra­ge. Natür­lich wer­den die inter­nen Blo­ckie­rungs­me­cha­nis­men wirk­sam. Gegen den natio­nal ori­en­tier­ten Kurs Frank­reichs wird es einen har­ten Wider­stand geben, unab­hän­gig davon, wer in sei­nem Kopf ste­hen wird.

 BREXIT ist wie die mexikanische Mauer von Donald Trump: England will sich vom sterbenden Europa isolieren“

- Am 29. März, dem kom­men­den 2019, ist der soge­nann­te Bre­x­it geplant . Bereits im Janu­ar wird im bri­ti­schen Par­la­ment eine Abstim­mung statt­fin­den, und wenn dies gelingt, ist die Schei­dung Groß­bri­tan­ni­ens mit der Alten Welt unver­meid­lich. Ob Bre­x­it Ihrer Mei­nung nach? Und wel­che Kon­se­quen­zen wird das haben?

-   Im Fal­le des Bre­x­it ist eine ziem­lich kom­pli­zier­te und gleich­zei­tig ein­fa­che bri­ti­sche Kom­bi­na­ti­on zu sehen. Sie schlägt vor, dass der Zustrom von Ein­wan­de­rern aus Euro­pa nach Eng­land abneh­men oder auf null sin­ken wird. Im Gegen­teil, im Gegen­teil, es sol­len sogar noch mehr Flücht­lin­ge nach Euro­pa geschickt wer­den, soweit dies im Rah­men des glo­ba­len Migra­ti­ons­pakts der Ver­ein­ten Natio­nen gene­rell mög­lich ist. Jetzt begin­nen die bal­ti­schen Staa­ten zu rebel­lie­ren, weil sie das Gefühl haben, dass eine all­ge­mei­ne Migra­ti­ons­wel­le über sie hing. Was kön­nen wir über die gro­ßen euro­päi­schen Län­der sagen … Aber in den Augen Eng­lands ist es nur ein Schlag für die Kon­kur­ren­ten. Gleich­zei­tig blei­ben alle han­dels­po­li­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Vor­lie­ben von Lon­don erhal­ten. Das ist so ein ein­fa­cher Plan: Migran­ten zu Kon­kur­ren­ten gehen las­sen, sie soll­ten Res­sour­cen für ihre Instand­hal­tung auf­wen­den, die Flücht­lin­ge dort Autos ver­bren­nen las­sen und die Situa­ti­on desta­bi­li­sie­ren. Dies wird den Bri­ten hel­fen, ihre wirt­schaft­li­chen Riva­len in Euro­pa zu besei­ti­gen. Im Gegen­satz dazu sind die Bri­ten durch einen eiser­nen Zaun vor Migran­ten geschützt, doch wirt­schaft­lich gese­hen gibt es kei­nen Zaun. Ich wür­de die gan­ze Idee des Bre­x­it betrach­ten.

Der Zustrom von Migran­ten nach Groß­bri­tan­ni­en ist eben­falls ziem­lich hoch – es über­rascht nicht, dass sie eine gewis­se Bedro­hung emp­fun­den haben. Und jetzt ver­su­chen die Bri­ten, sie mit der Kraft die­ser Kom­bi­na­ti­on zu blo­ckie­ren, wäh­rend sie gleich­zei­tig die Prä­fe­ren­zen durch Nord­ir­land und ande­re Rich­tun­gen bewah­ren. Bre­x­it ist als eine Art mexi­ka­ni­scher Mau­er von Donald Trump als Block kon­zi­piert. Auch der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent stellt an der Gren­ze zu Mexi­ko eine Mau­er auf und pflegt wirt­schaft­li­che Bezie­hun­gen. Die Bri­ten hat­ten sich die­ses Manö­ver etwas frü­her aus­ge­dacht: Sie kri­ti­sie­ren Trump ver­bal, aber tat­säch­lich haben sie zuerst die Mau­er zwi­schen sich und dem Rest der Welt errich­tet. Die übli­che List.

Das heißt, Kon­ti­nen­tal­eu­ro­pa ist in den Augen der Bri­ten ein sin­ken­des Schiff, um Migran­ten zu plün­dern. Ein bri­ti­scher Herr rauch­te zu die­ser Zeit fried­lich am Kamin.

- Ja, aber sie wol­len Waren von einem sin­ken­den Schiff neh­men, bis es mit einem Abschlag auf den Boden sinkt. Das heißt, um die Bezie­hung wie in guten alten Zei­ten zu hal­ten.

- Aber die Bri­ten sind auch immer noch Euro­pä­er. Tut es ihnen nicht leid für Euro­pa?

- In der Tat wer­fen sie Euro­pa. In Deutsch­land ist jeder sechs­te Bür­ger bereits eth­nisch nicht­deut­scher Staats­bür­ger.Allein im letz­ten Jahr kamen 800.000 neue Flücht­lin­ge hier­her, vor zwei Jah­ren eine Mil­li­on. Deutsch­land ist kein so gro­ßes Land: 89 Mil­lio­nen Men­schen. Dies ist kei­ne so gigan­ti­sche Zahl, um jähr­lich eine Mil­li­on Neu­an­kömm­lin­ge auf­zu­neh­men, die nicht arbei­ten wol­len und nicht wol­len, son­dern vor­ha­ben, von Sozi­al­leis­tun­gen zu leben und dort ein kri­mi­nel­les Umfeld zu schaf­fen. Gleich­zei­tig wer­den ihnen Sozi­al­leis­tun­gen in Höhe von 350 Euro, vor­über­ge­hen­der Wohn­raum usw. garan­tiert. Das heißt, die Bun­des­re­gie­rung ist gezwun­gen, etwa 350 Mil­lio­nen Euro zurück­zu­zah­len. Wie lan­ge wird Deutsch­land über­le­ben?

Ich erin­ne­re Sie dar­an, dass die Haupt­mi­gra­ti­ons­la­wi­ne seit 2015 begon­nen hat. Aber was war der Grund? Ich den­ke, der Grund liegt an der Ober­flä­che – 2013 hat Peking das Kon­zept eines neu­en Wirt­schafts­gür­tels der Sei­den­stra­ße ver­kün­det: „Ein Gür­tel ist ein Weg“. Es dau­er­te eine Wei­le, bis die Bri­ten erkann­ten, dass das Ziel des Pro­jekts dar­in bestand, Euro­pa zu errei­chen, zu den größ­ten euro­päi­schen Häfen wie Ham­burg usw. Im Gro­ßen und Gan­zen soll­te Euro­pa im glo­ba­len Zeit­rah­men mit Chi­na ver­bun­den wer­den. Die Con­tai­ner ent­lang die­ses Pfa­des sind zwei bis drei­mal schnel­ler als die, wo der Ban­kier alles kon­trol­liert.

Als die Bri­ten erkann­ten, wor­aus das chi­ne­si­sche Pro­jekt wer­den konn­te, beschlos­sen sie, Euro­pa zu opfern. Sagen Sie, es ist bes­ser, dass Sie es nicht an jeman­den wei­ter­ge­ben, son­dern eher im Migra­ti­ons­cha­os zugrun­de gehen, als wir es zulas­sen. Es ist ange­bracht, sich an den rus­sisch-japa­ni­schen Krieg von 1904–1905 zu erin­nern. Die Bri­ten finan­zier­ten Japan in die­ser Zeit. War­um Denn in den frü­hen 1900er Jah­ren war geplant, unse­re chi­ne­sisch-öst­li­che Eisen­bahn (damals die man­dschu­ri­sche Stra­ße) mit Qing­dao zu ver­bin­den, einer Stadt, die seit 1897 durch Kon­zes­si­on an Deutsch­land über­ge­ben wur­de. So plan­ten die bei­den Impe­ri­en Kai­ser Deutsch­land und das zaris­ti­sche Russ­land, durch Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Qing­dao ein gigan­ti­sches trans­eu­ra­si­sches Pro­jekt durch­zu­füh­ren – und dann wei­ter nach Ber­lin und Ham­burg. Vor 100 Jah­ren! Die Bri­ten ver­hin­der­ten – sie orga­ni­sier­ten den rus­sisch-japa­ni­schen Krieg. Daher wur­den die­se Plä­ne nicht erfüllt.

Vor 100 Jah­ren war Russ­land die Num­mer eins in die­sem Pro­jekt, da das Him­mels­reich noch schwach blieb. Rol­len ändern sich jetzt. Chi­na ist die Num­mer eins, Russ­land ist die Num­mer zwei und Deutsch­land ist die Num­mer drei.Und auch hier ist es für Lon­don sehr nütz­lich, den Zusam­men­bruch von Deutsch­land und ganz Euro­pa zu begin­nen.Bei all dem wer­den wie­der die wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen, der übli­che Durst nach Pro­fit, gele­sen. Die Logik hier ist ope­ra­tiv und sehr ein­fach, sie denkt nicht in Kate­go­ri­en: „Was pas­siert als nächs­tes, wenn Euro­pa als Gan­zes ver­schwin­det?“

- Das ist das Ding. Groß­bri­tan­ni­en ist nur ein Archi­pel. Ist sie in der Nähe des flam­men­den Euro­pas, dass sie sich sicher füh­len kann?

- Dies ist in der Tat das Pro­blem: Die Men­schen den­ken in den ope­ra­ti­ven Gewinn­ka­te­go­ri­en. Sie glau­ben, dass sie in die Schweiz zie­hen kön­nen und dann viel­leicht nach Hong­kong oder irgend­wo anders, wo sie Bun­ker haben. Das glo­ba­le Pro­blem besteht jedoch dar­in, dass es mit dem Weg­gang von Zbi­gniew Brze­zin­ski ( gestor­ben 2017 – Hrsg. ) Prak­tisch kei­ne Trä­ger stra­te­gi­scher Den­ker mehr im Wes­ten gibt. Hen­ry Kis­sin­ger ist 95 Jah­re alt, er wird kaum kon­zep­tu­ell den­ken kön­nen. Und die heu­ti­gen Ideo­lo­gen haben ver­rück­te Gewin­ne, die ihnen wich­tig sind – das ist die Haupt­sa­che. Und die Gewin­ne wer­den blei­ben, aber für eine sehr kur­ze Zeit – bis das Cha­os sie über­holt.

„Lan­ge Zeit haben die“ gel­ben Wes­ten „kei­ne spe­zi­fi­schen Anfor­de­run­gen for­mu­liert, obwohl jedem klar war, dass der blo­ße Anstieg der Ben­zin­prei­se kaum zu so gro­ßen Unru­hen füh­ren kann.“ Foto: © Iri­na Kalash­ni­ko­va, RIA Novos­ti

Hier erin­ne­re ich mich an den Vater von Tik­hon Shev­ku­n­ov, der den Tod von Byzanz ( in sei­nem Film Der Tod eines Impe­ri­ums. The Byzan­ti­ne Les­son – ed. ) Glän­zend beschrie­ben hat. Als sich eine rela­tiv klei­ne tür­ki­sche Armee den Mau­ern des unein­nehm­ba­ren Kon­stan­ti­no­pel näher­te, wür­de fast kei­ner der rei­chen byzan­ti­ni­schen Adli­gen die Haupt­stadt ver­tei­di­gen. Sehr bald haben sie dafür bezahlt – sie waren alle kör­per­lich aus­ge­schnit­ten. Dies ist ein sehr gutes Bei­spiel für Kurz­sich­tig­keit. Die heu­ti­gen west­li­chen Magna­ten, die nach zusätz­li­chen Gewin­nen stre­ben, sehen nicht, dass der Abgrund vor ihnen liegt, den sie in vie­ler­lei Hin­sicht gegra­ben haben. Und die­se Lücke wächst stän­dig. Fra­ge: Sind die­se Leu­te aus­rei­chend? Es stellt sich her­aus, dass sie zuerst den rus­sisch-japa­ni­schen Krieg pro­vo­ziert haben, dann die Mensch­heit in den Ers­ten und Zwei­ten Welt­krieg gestürzt haben – und das alles am Ende aus Pro­fit­grün­den. Aber jetzt sind die Mit­tel der Zer­stö­rung viel mäch­ti­ger … Mei­ner Mei­nung nach ist das Gefühl der Gefahr in die­sen Men­schen ver­küm­mert – und dies ist nicht nur ein glo­ba­les Pro­blem für sie, son­dern für uns alle.

- Trump wird oft als Füh­rer der wei­ßen christ­li­chen Mehr­heit bezeich­net (obwohl nicht bekannt ist, ob es die Mehr­heit ist). Wenn Sie sagen, dass Euro­pa eine Nach­fra­ge nach Trump hat, mei­nen Sie damit einen bestimm­ten Anfüh­rer der wei­ßen euro­päi­schen Bevöl­ke­rung, der bereits als gefähr­det gilt?

Ist Putin für Euro­pa zu dämo­ni­siert?

- Ja, er ist dämo­ni­siert. Um den Vor­gang der Raz­de­mo­ni­sie­rung durch­zu­füh­ren, ist Zeit erfor­der­lich, aber davon bleibt nicht viel übrig. Die Dämo­ni­sie­rung in den letz­ten Jah­ren ist bewusst. Ande­rer­seits konn­ten wir den Schlag nach Putins berühm­ter Rei­se nach Athos nicht ertra­gen. Erin­nern Sie sich noch, als er sich in einer Nische befand, die für byzan­ti­ni­sche Kai­ser bestimmt war ( 2016 nahm der Prä­si­dent der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on in der Athos-Kir­che der Him­mel­fahrt der Jung­frau Maria auf Drän­gen der Grie­chen Sta­si­dia ein „Roy­al“ Platz in der Kathe­dra­le – Hrsg. )?Danach erhiel­ten wir im Rah­men die­ser beson­de­ren Geschich­te eine Rei­he von Schlä­gen. Die­se sym­bo­li­sche Ges­te führ­te nicht zu spi­ri­tu­el­ler Bewe­gung, im Gegen­teil, wir zeig­ten Schwä­che. Ich spre­che nicht nur von Putin, son­dern der rus­sisch-ortho­do­xen Kir­che. Es ist offen­sicht­lich, dass wir in den letz­ten Jah­ren wich­ti­ge stra­te­gi­sche Feh­ler began­gen haben. Und das ist nicht nur unser, son­dern auch das euro­päi­sche Pro­blem: Trump in Euro­pa scheint nir­gends zu erschei­nen. Wenn jedoch, wie bereits gesagt, die Fran­zo­sen ihren Trump vor den neu­gie­ri­gen Bli­cken ver­ste­cken, hat Euro­pa noch eine Chan­ce auf Erlö­sung.

 Ein Teil von Putins Gefolge zieht seinen Führer nicht an.Personalmaßnahmen sind reif »

Da Sie Putin und Athos erwähnt haben, kann ich nicht umhin zu fra­gen: Ist das Zer­rei­ßen des Mos­kau­er Patri­ar­chats mit dem Patri­ar­chat von Kon­stan­ti­no­pel eine“ Ant­wort „auf die impe­ria­len“ Lor­bee­ren „des rus­si­schen Prä­si­den­ten?

Ja, das ist otvet­ka“, aber es war not­wen­dig, sich am nächs­ten Tag dar­auf vor­zu­be­rei­ten, nach­dem Wla­di­mir Putin Athos ver­las­sen hat­te. Die Ehrun­gen unse­res Staats­chefs wur­den zudem von der Atho­ni­ten-Bru­der­schaft unter­stützt – ein glo­ba­les Inte­gra­ti­ons- und spi­ri­tu­el­les Modell, das in der byzan­ti­ni­schen Ver­gan­gen­heit ver­wur­zelt war.Mecha­nis­men muss­ten gebaut wer­den, aber es ver­gin­gen meh­re­re Jah­re, aber es wur­de fast nichts gebaut. Pater Tik­hon, der der ein­zi­ge war, der imstan­de ein ver­ständ­li­ches Modell bau­en konn­te, wur­de weit weg von Mos­kau geschickt.

- In Pskov – Metro­po­li­tan

- Ja, und es ist gut, dass Putin ihn im Novem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res besucht hat (der Prä­si­dent der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on besuch­te das Klos­ter Psko­vo-Pech­ers­ky am 18. Novem­ber - Hrsg.). Ich den­ke, das ist ein sehr wich­ti­ger Punkt. Es war Tik­hon Shev­ku­n­ov, der das Zen­trum einer gewis­sen Kris­tal­li­sa­ti­on war – geis­tig, intel­lek­tu­ell und ortho­dox – in Mos­kau und in Russ­land. Es gibt kei­ne ande­re Figur außer ihm. Jeden­falls konn­ten wir kei­nen Schlag machen. Wie wir aus die­ser Situa­ti­on her­aus­kom­men, ist noch nicht klar. Jetzt gibt es mehr nega­ti­ve als posi­ti­ve Sze­na­ri­en. Das aus mei­ner Sicht bereits ein­ge­lei­te­te nega­ti­ve Sze­na­rio hät­te jedoch ver­mie­den wer­den kön­nen.

- Putin begann übri­gens im Jahr 2000 sei­ne Prä­si­dent­schaft mit einer Rei­se in die Psko­vo-Pech­ersk Lav­ra.Dann leb­te noch John Kre­st­yan­kin, der berühm­te alte Mann. Es gibt sogar ein Bild, auf dem Putin mit­ge­nom­men wird. Und es gibt eine Legen­de, dass es Kres­tian­kin war, der Putin für eine so lan­ge Prä­si­dent­schaft geseg­net hat. Dann, im Jahr 2000, war der zwei­te an den Prä­si­den­ten der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on nach Jel­zin sehr schwie­rig – sein Schick­sal und das Schick­sal des gan­zen Lan­des waren ent­schie­den. Aber war­um besuch­te Putin nach 18 Jah­ren wie­der das­sel­be Klos­ter? Ist er wie­der sehr schwer und braucht Unter­stüt­zung?

- Bis zu einem gewis­sen Grad ist es jetzt der­sel­be Wen­de­punkt wie im Jahr 2000. Dies hängt mit der inter­na­tio­na­len „Pres­sung“ unse­res Lan­des, dem har­ten geo­po­li­ti­schen Kampf im Drei­eck Russ­land-Chi­na-USA, der Riva­li­tät um Euro­pa und inne­ren poli­ti­schen Intri­gen zusam­men. Offen­sicht­lich „zie­hen“ eini­ge von Putins Gefol­ge ihren Füh­rer nicht, aber der Prä­si­dent möch­te ihn nicht durch sei­ne ethi­schen, inter­nen Prin­zi­pi­en los­wer­den. Dicho­to­mie … Im März 2018 war Putins Sieg bei den Prä­si­dent­schafts­wah­len offen­sicht­lich – mehr als 76 Pro­zent. Und dann folg­te eine Ver­schlech­te­rung der Ein­stel­lung zu ihm in der Gesell­schaft, Unzu­frie­den­heit mit Steu­er­erhö­hun­gen und Ren­ten­re­form. Dies ist eine gan­ze Rei­he von Pro­ble­men. Wir müs­sen eini­ge abwech­seln­de Ent­schei­dun­gen tref­fen.Und Wla­di­mir Wla­di­mi­ro­witsch hat lan­ge gewo­gen, wel­chen Weg er gehen soll. Wie in einem Mär­chen kann man hier nach rechts oder links gehen, die Alter­na­ti­ve ist trau­rig. Zum Bei­spiel hat Putin 2015 in einer schwie­ri­gen Situa­ti­on eine sehr kor­rek­te Ent­schei­dung getrof­fen: Ich mei­ne den Beginn der syri­schen Anti­ter­ro­ris­ten­ope­ra­ti­on. Andern­falls wäre Damas­kus ein­deu­tig gefal­len, und die­se ter­ro­ris­ti­schen Hor­den wür­den zu uns stür­men. Es wäre viel schlim­mer. Syri­en konn­te jedoch hal­ten, es gelang ihm, „die Armee zu erar­bei­ten“ und es auf einen grö­ße­ren mili­tä­ri­schen Kon­flikt vor­zu­be­rei­ten. Gott ver­bie­tet mor­gen den Krieg, aber zumin­dest sind die rus­si­schen Streit­kräf­te dazu bereit. Dies ist das Haupt­er­geb­nis von Syri­en: Die Ter­ro­ris­ten wur­den zer­stört, die Armee ist bereit und wir haben eine Pau­se bekom­men.

Es hängt von uns ab, wie wir die­se Erho­lungs­pau­se nut­zen. Es ist übri­gens sym­bo­lisch, dass Putin letz­ten Som­mer zusam­men mit Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Ser­gei Shoi­gu und FSB-Direk­tor Alex­an­der Bort­ni­kov ( Hrsg.) In der Tai­ga ruht .Nach dem Kerch-Vor­fall glau­be ich, dass Bort­ni­kov die Num­mer zwei und Shoi­gu Num­mer drei wur­de. In Sachen Infor­ma­ti­on hat der FSB mit gro­ßer Pro­fes­sio­na­li­tät gehan­delt, was zu grö­ße­rem Opti­mis­mus führt. Der Kerch-Vor­fall ist eine glo­ba­le Pro­vo­ka­ti­on auf hohem Niveau, und der FSB hat es nicht nur mit Ehre bestan­den, son­dern die Orga­ni­sa­to­ren über­trumpft, für fünf plus gear­bei­tet. Bort­ni­kov selbst zeig­te aus­ge­zeich­ne­te orga­ni­sa­to­ri­sche Fähig­kei­ten prä­ven­ti­ver Natur, und sei­ne Unter­ge­be­nen arbei­te­ten um eine Grö­ßen­ord­nung höher als ihre Kol­le­gen aus dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um. Dies ist sogar über­ra­schend, da die „Sicher­heits­kräf­te“ kei­ne drei­jäh­ri­ge syri­sche Erfah­rung hat­ten. Des­halb wird sich Vla­di­mir Vla­di­mi­ro­vich bei einem har­ten Kampf auf jeman­den ver­las­sen. Und ich hof­fe, dass er die rich­ti­ge Ent­schei­dung trifft. Schließ­lich haben wir neben dem Mobi­li­sie­rungs­pfad der Ent­wick­lung, den Sta­lin gezeigt hat, tat­säch­lich kei­ne ande­re Wahl. Jetzt befin­den wir uns in einer Situa­ti­on von 1931, nur haben wir kei­ne zehn Jah­re vor uns, aber natür­lich viel weni­ger. Übri­gens hat Putin übri­gens vor dem ver­ein­ten Russ­land gespro­chen, eini­ge ver­bor­ge­ne Sät­ze aus Sta­lins Rede von 1931, jedoch in einer viel mil­de­ren Ver­si­on. Ihre gemein­sa­me Bedeu­tung ist, wenn wir nicht mobi­li­sie­ren, wer­den wir ( im Mund von Wla­di­mir Putin) nie­der­ge­schla­gen Es klang wie folgt: „Die Welt als Gan­zes befin­det sich in einem Zustand der Trans­for­ma­ti­on, einer sehr mäch­ti­gen, sich dyna­misch ent­wi­ckeln­den Trans­for­ma­ti­on, und wenn wir uns nicht recht­zei­tig fin­den, wenn wir nicht recht­zei­tig ver­ste­hen, was wir tun müs­sen und wie wir für immer zurück­fal­len kön­nen“ – ed. . ).

„Wir konn­ten den Schlag nach Putins berühm­ter Rei­se nach Athos nicht ertra­gen, als er sei­nen Platz in einer Nische für die byzan­ti­ni­schen Kai­ser ein­nahm. Die­se sym­bo­li­sche Ges­te führ­te nicht zu einer spi­ri­tu­el­len Bewe­gung. “

Lei­der liegt nun die geo­po­li­ti­sche Macht Russ­lands an drit­ter Stel­le, Indi­en holt uns ein. In Bezug auf das mili­tä­ri­sche Poten­zi­al scheint alles für uns in wirt­schaft­li­cher Hin­sicht recht gut zu sein – in eini­gen ande­ren Para­me­tern auch schwach. Zum Bei­spiel haben wir uns im Welt­raum „unter der fähi­gen Anlei­tung“ in den letz­ten Jah­ren zum ers­ten Mal zurück­ge­zo­gen.Bis­her war Russ­land bei der Anzahl der Rake­ten­ab­schüs­se immer an der Spit­ze, und jetzt sind wir auf dem drit­ten Platz. Dies ist eine tech­no­lo­gi­sche Nie­der­la­ge. Es gibt vie­le ande­re nega­ti­ve Fak­to­ren, die nicht sehr opti­mis­tisch sind. Muss schnell wie­der auf­ge­baut wer­den. Ich den­ke, eini­ge Ent­schei­dun­gen kön­nen sofort nach dem neu­en Jahr getrof­fen wer­den. Es ist offen­sicht­lich, dass auch hier Per­so­nal­maß­nah­men aus­ge­reift sind. Ob Putin zu ihnen gehen wird, weiß ich nicht.

Sie haben lan­ge auf die­se Aktio­nen von ihm gewar­tet und schei­nen zu war­ten müde zu sein.

- Des­halb ging Putin zu sei­nem Vater Tik­hon. In die­ser Situa­ti­on muss er nie­man­den mehr besu­chen, wenn ich es ver­ste­he. Pater Tik­hon kennt die Geschich­te her­vor­ra­gend. Er hat den Tod von Byzanz detail­liert stu­diert, und ich hof­fe, dass er die­se Lek­tio­nen an sei­nen hoch­ran­gi­gen Gast wei­ter­ge­ben kann.

 In keinem Land der Welt gibt es ein Analogie zur britischen Cyberbrigade. Salisbury, Knarren ist ihre Aufgabe. “

Ich habe mir Ihre Vide­os über den Kerch-Vor­fall ange­se­hen. Dort, als Haupt­geg­ner die­ser Ereig­nis­se, erwäh­nen Sie die 77. Bri­ti­sche Bri­ga­de. Was ist das für ein Team? Bit­te erzäh­len Sie uns mehr.

- In der Tat han­delt es sich um die offi­zi­el­le Cyber­bri­ga­de (77. Bri­ga­de), die in ihren Rei­hen etwa zwei­tau­send Men­schen zählt und für Des­in­for­ma­ti­on und Arbeit in sozia­len Netz­wer­ken gedacht ist, vor allem Rus­sisch. In kei­nem Land der Welt, auch in den USA, gibt es kei­ne Ana­lo­gie zu die­ser Cyber-Bil­dung: Die Ame­ri­ka­ner rekru­tie­ren nur eine eige­ne Abtei­lung mit ähn­li­chen Auf­ga­ben. Groß­bri­tan­ni­en vor allen. Alle die­se Salis­bu­ry, Creaks und ande­re Pro­vo­ka­tio­nen sind ihre Auf­ga­be. In der glei­chen Serie hät­te ich mich und den Kerch-Vor­fall abste­cken müs­sen, aber der FSB konn­te, wie gesagt, sie schla­gen. Wenn die Jungs die Leu­te kal­ku­liert haben, die seit meh­re­ren Jah­ren pro­fes­sio­nell arbei­ten ( offi­zi­ell wur­de das Team, auch „Chin­dits“ genannt, im April 2015 ins Leben geru­fen – ca. Ed. ), Dann ist dies mög­lich. Ich möch­te hin­zu­fü­gen, dass die­se bri­ti­sche Bri­ga­de tat­säch­lich die Akti­vi­tä­ten des NATO– Cyber­zen­trums in Tal­linn (das soge­nann­te Exzel­lenz­zen­trum der Alli­anz für koope­ra­ti­ve Cyber­ver­tei­di­gung ) ver­wal­tet. Ein ähn­li­ches Zen­trum in Riga. In der Tat ist dies ihr fort­ge­schrit­te­ner Punkt. Hier kön­nen Sie eine bri­ti­sche Basis auf der Insel Zypern hin­zu­fü­gen. Es ist auch inter­es­sant, dass, wie der BBC Rus­si­an Ser­vice am 2. Dezem­ber berich­te­te, meh­re­re mili­tä­ri­sche Grup­pen der heim­li­chen 77. Bri­ga­de der bri­ti­schen Armee in der Ukrai­ne sind. Das heißt, die NATO-Ket­te um Russ­land wird an allen Sei­ten der Gren­ze auf­ge­baut. Des­halb ist dies eine sehr gefähr­li­che Struk­tur, und es soll­te nicht unter­schätzt wer­den, und die Zahl ist sehr anstän­dig – zwei­tau­send Sol­da­ten. In Russ­land haben sol­che For­ma­tio­nen im Prin­zip kei­ne. Was uns vor­ge­wor­fen wird (die soge­nann­ten rus­si­schen Hacker), geschieht außer­halb staat­li­cher Struk­tu­ren und zah­len­mä­ßig eine Grö­ßen­ord­nung weni­ger. Natür­lich müs­sen wir ähn­li­che para­mi­li­tä­ri­sche Struk­tu­ren bil­den und unse­re Posi­ti­on in Euro­pa akti­ver för­dern. Es ist für uns von Vor­teil, dass Euro­pa geret­tet und vom Cha­os befreit wird. Der Plan Groß­bri­tan­ni­ens, über den ich oben gespro­chen habe, ist nicht nur ein Schlag für Chi­na, son­dern auch für uns.

- War­um schla­gen wir die 77. Bri­ga­de in der Geschich­te des Kerch-Vor­falls?

- Die Haupt­sa­che ist, die Inter­pre­ta­ti­on von Ereig­nis­sen vor­weg­zu­neh­men. Zum Ver­gleich: Im offi­zi­el­len „Twit­ter“ des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on erschien die Nach­richt über die Tra­gö­die der IL-20 nur 14 Stun­den, nach­dem die israe­li­schen Flug­zeu­ge unse­re IL-20 unter dem syri­schen Luft­ab­wehr­sys­tem absicht­lich „ein­ge­rahmt“ hat­ten. Übri­gens sind Infor­ma­tio­nen über das Gesche­he­ne und Ihre Sicht­wei­se zwei ver­schie­de­ne Din­ge.Das Auf­tau­chen von Infor­ma­tio­nen über den Vor­fall selbst 14 Stun­den nach dem Absurd ist. Dies ist umso bemer­kens­wer­ter, als sich in der Infor­ma­ti­ons­ab­tei­lung des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums eine gro­ße Anzahl von Men­schen befand. Der FSB hat im Gegen­teil eine kla­re Doku­men­ta­ti­on der gesam­ten Pro­vo­ka­ti­on erstellt und eine rasche Dar­stel­lung unse­rer Agen­da und unse­res rus­si­schen Stand­punkts in den Medi­en orga­ni­siert. Der Tri­umph war, dass der Fern­seh­sen­der Euro­news (es ist klar, dass wir sie nicht kon­trol­liert haben) am 28. Novem­ber ein rie­si­ger Bericht gezeigt wur­de. Ich habe es selbst gese­hen: 70 Pro­zent der Zeit waren der Inter­pre­ta­ti­on des Kerch-Vor­falls gewid­met, und nur 30 Pro­zent – ein wei­te­rer Stand­punkt. Nor­ma­ler­wei­se ist alles genau das Gegen­teil. Und das nur, weil der FSB einen güns­ti­gen Infor­ma­ti­ons­fluss für uns schaf­fen konn­te. Tat­säch­lich ist es zum ers­ten Mal pas­siert.Das Sys­tem funk­tio­nier­te, aber unter der Kon­trol­le des FSB. Unter der Lei­tung des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums und ande­rer Struk­tu­ren pas­siert lei­der nichts der­glei­chen.

- Ich ken­ne Leu­te aus dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um, ich habe eine Zeit­lang mit ihnen gear­bei­tet und bin mir ihrer lang­sa­men Reak­ti­on bewusst.

- Ich selbst war geschockt: Wor­über kann ich nach 14 Stun­den in Twit­ter spre­chen, wenn das Pro­blem von Minu­te zu Minu­te gelöst ist und in ein oder zwei Stun­den das Bild gebil­det wer­den soll? Glei­ches auf ihrer Web­site, Face­book und so wei­ter.

- War­um ist es bei Vio­li­nis­ten nicht pas­siert?

- „Der Fall von Sam­mel­stü­cken“ ist eine tie­fe Pro­vo­ka­ti­on. Offen­sicht­lich haben uns die Bri­ten geschla­gen: Sie haben eine Kom­bi­na­ti­on ent­wi­ckelt, auf die wir nicht zeit­nah reagiert haben. Und sie hat­ten zu die­ser Zeit bereits einen kla­ren Plan, da unse­re Struk­tu­ren tra­di­tio­nell ver­spä­tet agier­ten. Für uns ist die­se Infor­ma­ti­ons­ge­schich­te abso­lut kein Plus, wie sie sagen. Es gab hier eine umfas­sen­de Kam­pa­gne, aber ich weiß nicht, wer es getan hat. Der FSB hat das nicht getan. FSB zeig­te, wie es geht, in Kerch. Zwi­schen dem Kertsch und dem „Fall Skri­pa­le“ – eine rie­si­ge Ent­fer­nung.

- Soll­ten Petrov und Boshirov im Fern­se­hen ver­öf­fent­licht wer­den, an deren Auf­rich­tig­keit vie­le Fern­seh­zu­schau­er gezwei­felt haben?

- Mei­ner Mei­nung nach geht es in Petrov und Boshirov über­haupt nicht. Und nicht in die­ser sepa­ra­ten Fol­ge. Wir haben von Anfang an die fal­sche Posi­ti­on ein­ge­nom­men. Spä­tes­tens am 16., also mehr als zehn Tage nach den Ereig­nis­sen und nach­dem die glo­ba­len Medi­en die Situa­ti­on all­ge­mein beur­teilt hat­ten, began­nen wir zu reagie­ren. Der Grund war, dass ein rus­si­scher Bür­ger an die­ser Tra­gö­die gelit­ten hat. Und nur zehn Tage spä­ter, wie­der­ho­le ich, begann die rus­si­sche Unter­su­chung zu die­sem The­ma. Nach der Logik der Effi­zi­enz war es not­wen­dig, inner­halb von 24 Stun­den zu reagie­ren! Des­halb macht es kei­nen Sinn, die­sen getrenn­ten Schritt mit Petrov und Boshirov zu betrach­ten – ob erfolg­reich oder nicht. Von Anfang an wur­de die fal­sche Reak­ti­ons­stra­te­gie ange­nom­men. Dar­in wur­de gar nichts gezählt. Schließ­lich kön­nen Sie jede Pro­vo­ka­ti­on berech­nen. Und der Feind hat offen­sicht­lich alle unse­re Hand­lun­gen model­liert. Er ver­häng­te die Initia­ti­ve, sah unse­re Reak­ti­on vor­aus, war­te­te auf unser Han­deln und warf die fol­gen­den Fal­len. Wir waren von Anfang an ein Objekt der Kon­fron­ta­ti­on und kein The­ma: Wir beka­men immer eine Art Ein­füh­rung, wir reagier­ten dar­auf manch­mal erfolg­reich, manch­mal nicht; es folg­te eine neue Ein­füh­rung, und wir folg­ten stän­dig dem Schwanz.

Obwohl die Fehl­in­for­ma­ti­ons­kom­po­nen­te des Skri­pa­le-Falls offen­sicht­lich war, begann man mit dem berühm­ten Foto, das eini­ge Stun­den vor der Ver­gif­tung in der Piz­ze­ria auf­ge­nom­men wur­de. Auf dem Bild sit­zen Ser­gey und Julia Skri­pal mit erho­be­ner Bril­le, und im Hin­ter­grund spie­gelt sich der Foto­graf vage. Wer ist die­se per­son Hat er auch gelit­ten? War­um wird er in die­sem Fall nicht erwähnt? Kei­ne die­ser Fra­gen haben wir gestellt. Dies ist eine Posi­ti­on, die, gelin­de gesagt, nicht zum Erfolg führt. Aber laut Kerch, unse­rem Spiel, domi­nier­te unse­re Agen­da. Offen­sicht­lich waren ver­schie­de­ne Leu­te für Salis­bu­ry und Kerch ver­ant­wort­lich. Sie kön­nen also die Bri­ten wie­der­ho­len – Sie kön­nen und soll­ten. Ich hof­fe, dass der Prä­si­dent es zu schät­zen wis­sen und ent­schei­den wird, dass wir in Zukunft nicht ver­lie­ren wer­den.

- Ja, nicht nur für Frank­reich, son­dern auch für Deutsch­land. Ange­la Mer­kel ist ein­deu­tig nicht die Füh­re­rin, die die Zeit ver­langt. Viel­leicht ist Matteo Sal­vi­ni, der ita­lie­ni­sche Innen­mi­nis­ter und einer der füh­ren­den Ver­tre­ter der Liga des Nor­dens, in der Lage, sich zu einem euro­päi­schen Spit­zen­rei­ter zu ent­wi­ckeln. Als Sal­vi­ni Anfang Dezem­ber unter Betei­li­gung von 80.000 Men­schen eine Demons­tra­ti­on in Rom ver­sam­mel­te, sag­te er, Pogro­me und Kra­wal­le in Frank­reich bräuch­ten Armut und Migran­ten. Aber wie viel geben sie ihm zum Wach­sen? Bis­lang ist er nicht ein­mal ein ita­lie­ni­scher Füh­rer, kein Pre­mier­mi­nis­ter, son­dern ein­fach der Innen­mi­nis­ter. Auf euro­päi­scher Ebe­ne sehe ich jedoch kei­ne ande­re Zahl außer Sal­vi­ni. In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten gab es tat­säch­lich einen Auf­stand der wei­ßen Bevöl­ke­rung, der Donald Trump (oder Trump sat­tel­te ihn) för­der­te. In Euro­pa ist ein ähn­li­cher Pro­zess im Gan­ge, aber wer wird ihn füh­ren? Kann Wla­di­mir Putin zum Bei­spiel ein sol­cher Füh­rer wer­den? Lei­der kaum wahr­schein­lich.